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TU Berlin

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Alle wichtigen Informationen finden Sie im Bereich Studium und Lehre. [1]

Chemie an der TUB – Herzlich willkommen

Lupe [2]

Chemie ist eine der fundamentalen Naturwissenschaften. Chemikerinnen und Chemiker beschäftigen sich mit dem Verständnis und den Veränderungen der materiellen Welt.

Das Institut für Chemie leistet wesentliche Beiträge zur Katalyse und Enzymologie, zur modernen Synthese- chemie, zur Festkörperchemie und zu den Materialwissenschaften. Weitere Schwerpunkte sind die physikalische und theoretische Chemie, die biologische und die technische Chemie. Die Katalyseforschung erstreckt sich von der homogenen über die heterogene bis zur Biokatalyse und ist eingebunden in den Exzellenz-Cluster „Unifying Concepts in Catalysis” (UniCat [3]); die TU Berlin ist Sprecherhochschule.

Einen weiteren Forschungsschwerpunkt des Instituts für Chemie bildet die Selbstorganisation weicher, kondensierter Materie an Grenzflächen. Im Rahmen des Internationalen Graduiertenkollegs 1524 (SSNI [4]) wird ein weites Themenfeld bearbeitet, das von der Proteinadsorption an Nanopartikeln bis hin zu Prozessen an biologischen Membranen reicht. Die wissenschaftlichen Fragestellungen werden von einem US-amerikanisch-deutschen Team aus Physikochemikern und Physikern untersucht. Die TU Berlin ist die Sprecherhochschule.

Neue Juniorprofessorin am Institut für Chemie

Lupe [5]

Seit April 2020 ist Franziska Heß Juniorprofessorin für Chemische Katalyse an der TU Berlin. Ihr Arbeitsgebiet liegt in der Modellierung von heterogenen Katalysatoren und der Katalysatorstabilität. Ihre Dissertation zum Thema „DFT-based Kinetic Monte Carlo Simulations of oxidation reactions over the RuO2(110) model catalyst surface” schloss sie 2015 unter der Betreuung von Herbert Over am Institut für Phyiskalische Chemie an der Justus-Liebig-Universität Gießen ab. Im Anschluss daran erforschte sie in der Gruppe von Bilge Yildiz am Massachusetts Institute of Technology die Triebkräfte der Zersetzung von Kathodenmaterialien in der Festoxidbrennstoffzelle. Sie erhielt 2019 eine Förderung durch das Liebigstipendium des Fonds der Chemischen Industrie, womit sie an der RWTH Aachen ihre Forschung im Bereich der Modellierung von Katalysatorstabilität vertiefte. Ziel ihrer Forschung ist, theoretische Modelle für die Langzeitstabilität von Katalysatorsystemen und passende Deskriptoren zu entwickeln, die in der Lage sind, Katalysatoren vorherzusagen, die sowohl aktiv, als auch stabil sind. Ein weiterer Schwerpunkt liegt in der Optimierung existierender Simulationsmethoden für die chemische Kinetik durch die Berücksichtigung des Einflusses lateraler Wechselwirkungen zwischen adsorbierten Molekülen.

Wir trauern um em. Professor Dr. Horst Kleinkauf

Lupe [6]

(* 13. November 1930 in Goslar,† 3. Mai 2020 in Berlin)

Am 3. Mai 2020 verstarb in Berlin Herr Professor em. Horst Kleinkauf in seinem 89. Lebensjahr. Das Institut für Chemie der Technischen Universität Berlin trauert um einen bemerkenswerten Biochemiker und Organisator.

Horst Kleinkauf studierte und promovierte 1957 an der Technischen Hochschule Braunschweig. Als Postdoktorand arbeitete er an den Max-Planck-Instituten Tübingen und Göttingen mit Heinrich Matthaei an der Entzifferung des genetischen Codes und habilitierte sich 1966 an der TU Braunschweig. Von 1967 bis 1971 untersuchte er in der Arbeitsgruppe des Nobelpreisträgers Fritz Lipmann an der Rockefeller University New York die nichtribosomale Biosynthese von Peptidantibiotika. 1971 wurde Horst Kleinkauf zum ordentlichen Professor an der TU Berlin ernannt und gründete das Institut für Biochemie und Molekulare Biologie. Hier konnte er in den folgenden Jahren ein Zentrum zur Erforschung der Biosynthese biologisch aktiver Peptide aufbauen. Die Forschungsschwerpunkte waren die Aufklärung von Biosynthesewegen linearer und zyklischer Peptide, die Charakterisierung der die Synthesen katalysierenden Multienzymsysteme und die Anwendungen dieser Systeme in der Produktion analoger Naturstoffe. Bearbeitet wurden die enzymatischen Synthesen der klassischen Peptidantibiotika Gramicidin S und Tyrocidin, der Ionophore Enniatin, Beauvericin und Alamethicin, des Immunsuppressors Cyclosporin, des Cytostatikums Actinomycin, von Ergotalkaloiden und der Penicillinvorstufe Aminoadipyl-Cysteinyl-D-Valin. Diese Forschungsaktivitäten waren geprägt durch zahlreiche Kooperationen mit Kollegen an Universitäten, Max-Planck-Instituten und der Industrie. Von 1979 bis 1992 leitete Horst Kleinkauf den von ihm gegründeten Sonderforschungsbereich der Deutschen Forschungsgemeinschaft „Struktur, Funktion und Biosynthese von Peptiden und Proteinen“.

In den 70er Jahren war er Fachbereichssprecher der Fakultät für Physikalische und Angewandte Chemie und Mitglied des Konzils der Technischen Universität Berlin. Bereits in dieser Zeit bemühte er sich um den Aufbau von Beziehungen zu Kollegen in der damaligen DDR und Osteuropa. Seit 1985 war er Mitglied der Leopoldina und Träger mehrerer Auszeichnungen wie der Heyrovský-Medaille in Gold und des Preises des Kitasato-Instituts, Tokyo.

Er engagierte sich bei der Organisation internationaler wissenschaftlicher Veranstaltungen, und war Chairman der 17. FEBS (Federation of European Biochemical Societies) Konferenz in Berlin (1986) und dann Counsellor der folgenden Konferenzen von 1988 bis 1996. Von 1991 bis 1998 war er Generalsekretär der International Union of Biochemistry and Molecular Biology IUBMB). Von 1996 bis 1999 war Horst Kleinkauf Vertreter Deutschlands bei dem „General Committee of the International Council of Scientific Unions“ (ICSU) und von 1999 bis 2002 Vizepräsident für externe Beziehungen des ICSU –Vorstands.

Horst Kleinkauf war in seiner Zeit an der TU Berlin 1971 bis 2005 ein unermüdlicher und erfolgreicher Organisator beim Aufbau eines neuen Forschungsgebiets, sowie eines Instituts an dem zahlreiche Kollegen ausgebildet wurden und promovierten mit einer besonderen Verknüpfung akademischer und industrieller Forschungsaktivitäten.

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