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TU Berlin

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Wichtige Informationen zum SoSe 2022

Studienanfänger*innen der Chemie, des Chemieingenieurwesens und der Lebensmittelchemie finden wichtige Informationen HIER.

Falls sich Ihre Immatrikulation zum B. Sc. Chemie, Chemieingenieurwesen oder Lebensmittelchemie noch „in Bearbeitungbefindet, melden Sie sich bitte DRINGEND bei der Studienfachberatung der Chemie zwecks Anmeldung zum Praktikum und Organisation Ihres Studiums!

Studierende höherer Fachsemester der Chemie und Biologischen Chemie finden wichtige Informationen HIER.

Chemie an der TUB – Herzlich willkommen

Lupe

Chemie ist eine der grundlegenden Naturwissenschaften. Chemikerinnen und Chemiker beschäftigen sich mit dem Verständnis und den Veränderungen der materiellen Welt. Dazu untersuchen sie die Struktur, die Eigenschaften und die Umwandlung von Stoffen.

Das Institut für Chemie der TU Berlin leistet wesentliche Beiträge zur Katalyse sowie zur Biologischen und Biophysikalischen Chemie, zur modernen Molekül- und Synthesechemie, zur Festkörperchemie und -analytik, zur Elektrochemie und Energiespeicherung sowie zu den Materialwissenschaften. Weitere Schwerpunkte sind sowohl die Theoretische Chemie als auch die Technische Chemie. Die Katalyseforschung am Institut erstreckt sich von der homogenen über die heterogene bis zur Biokatalyse und ist in mehrere Forschungsverbünden an zentraler Stelle vertreten. Von besonderer Bedeutung ist dabei der Exzellenz-Cluster „Unifying Systems in Catalysis“ (UniSysCat), bei dem die TU Berlin die Sprecherhochschule ist. Für die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus den verschiedensten Bereichen der Chemie ist das Verständnis und die Kontrolle von Netzwerken und Kaskaden (bio-)chemisch katalysierter Reaktionen von zentralem Interesse. Bereits im Rahmen des vorangegangenen Exzellenz-Clusters „Unifying Concepts in Catalysis” (UniCat) wurde mit der BASF SE das gemeinsame Forschungslabor BasCat gegründet, das sich der Erforschung  heterogener Katalysereaktionen widmet. Im Graduiertenprogramm des „Einstein Center of Catalysis" (EC2/BIG-NSE) am Institut für Chemie werden Doktorandinnen und Doktoranden bei ihren interdisziplinären Projekten aus dem Bereich der Katalyse begleitet. Peptidische Wirkstoffe stehen hingegen im Graduiertenkolleg „Bioactive Peptides - Innovative Aspects of Synthesis and Biosynthesis“ (SynPepBio) im Fokus. Ihre Isolierung bzw. Herstellung, ihre Strukturen und ihre Wirkmechanismen werden von einem Team aus 11 Arbeitsgruppen unterschiedlicher Fachrichtungen gemeinsam untersucht. Die TU Berlin ist hierbei die Sprecherhochschule. Darüber hinaus ist die Entwicklung nachhaltiger und ressourcenschonende Verfahren einerseits die grundlegende Motivation für einen Großteil der Katalyseforschung am Institut und andererseits das Ziel der Untersuchungen zur Umwandlung von chemischer in elektrischer Energie z. B. im Rahmen der Brennstoffzellen- und Batterieforschung, die von mehreren Arbeitsgruppen des Instituts betrieben wird. Mit der “Chemical Invention Factory - John Warner Center for start-ups in Green Chemistry” (CIF) wird das Thema Nachhaltigkeit mit dem sogenannten dritten Karriereweg verknüpft, d. h. hier werden Gründerinnen und Gründer mit Bezug zur Grünen Chemie z. B. mit Laborfläche und durch Mentorenschaft unterstützt. Das Institut für Chemie der TU Berlin hat auch als erste europäische Institution das Green Chemistry Commitment der internationalen Organisation Beyond Benign unterzeichnet. Die von der studentischen Initiative des Instituts für Chemie gegründete AG Green Chemistry setzt sich u. a. dafür ein, das Thema Nachhaltigkeit in der Studierendenschaft in den Fokus zu rücken und entwickelt gemeinsam mit den Lehrenden Konzepte für Lehrveranstaltungen in diesem Bereich. Weitere Details zu den Forschungsschwerpunkten des Instituts für Chemie sind auf den Seiten unserer Fachgebiete zu finden, die unter dem Menüpunkt Über uns/Arbeitsgruppen zu erreichen sind.

Das Institut für Chemie trauert um Herrn Prof. Dr. rer. nat. Gerd Heppke

Lupe

Gerd Heppke wurde am 28. Oktober 1939 in Berlin geboren und studierte nach dem Abitur Physik in Berlin und in Freiburg. 1971 promovierte er und erlangte nach der Habilitation 1975 die Lehrbefugnis für das Fach Physikalische Chemie. 1979 wurde er zunächst außerplanmäßiger Professor und 1982 Professor für Physikalische Chemie an der TU Berlin.

In den frühen siebziger Jahren begann Gerd Heppke als Physiker mit der Untersuchung grundlegender Eigenschaften von Flüssigkristallen. Gemeinsam mit Frank Schneider publizierte er Arbeiten zu Ordnungsgradmessungen mittels ESR-Spektroskopie, zu Leitfähigkeitsmessungen, Viskositätskoeffizienten, elastischen Koeffizienten und magnetischen Feldeffekten an nematischen und smektischen Phasen, aber auch zum besonderen Phasenverhalten in Flüssigkristallmischungen, wie etwa induziert smektischen Phasen. Ende der siebziger Jahre stand die Untersuchung außergewöhnlicher Phasendiagramme und deren Verständnis im Mittelpunkt des Interesses, etwa re-entrant nematische und re-entrant smektische Phasen, aber sein Interesse galt auch der Untersuchung chiraler flüssigkristalliner Systeme. So leitete er grundlegende Beziehungen zwischen der Struktur chiraler Dotierstoffe und der Ganghöhe, dem Helixdrehsinn und dem Verdrillungsvermögen in nematischen Flüssigkristallen ab. Gerd Heppke erkannte, wie wichtig die Variation der Molekülparameter war, baute als Physiker mutig ein eigenes Chemielabor auf, und rekrutierte seine Mitarbeiter*innen aus der Chemie. Als er 1984 neu ausgebaute Laborräume im Ernst-Reuter-Haus bezog, war das physikalische Labor nur durch eine Tür vom Chemielabor getrennt bzw. verbunden. Dieser in mehrfacher Hinsicht kurze Weg ermöglichte ihm eine systematische und zugleich spannende Forschung zu Struktur-Eigenschaftsbeziehungen. In den frühen achtziger Jahren beschäftigte sich Gerd Heppke mit dem Verständnis der Blue Phase, einer dreidimensional verdrillten und damit optisch isotropen Struktur und entdeckte bei dielektrischen Untersuchungen die Änderung des Maximums der schmalbandigen Selektivreflexion mit brillanten Farbeffekten, beschrieben in einem seiner insgesamt 19 Patente. In seinem Chemielabor wurden Verbindungen mit außergewöhnlichen Eigenschaften synthetisiert, die bestehende Rekorde brachen, Dotierstoffe mit einer temperaturabhängigen Helixinversion, außergewöhnlich hohem Verdrillungsvermögen oder ferroelektrische Flüssigkristalle mit extrem hoher spontaner Polarisation. Seine Arbeiten reichten von der Theorie der Phasenübergänge bis zu elektrooptischen Anwendungen. Neben den kalamitischen Flüssigkristallen galt sein Interesse auch den diskotischen Flüssigkristallen und deren Verhalten im elektrischen Feld, ebenso wie den „banana-shaped“ Molekülen, die als achirale Moleküle chirale Phasen ausbilden. Die Liste der spektakulären materialwissenschaftlichen und theoretischen Erkenntnisse ließe sich noch fast beliebig fortsetzen. So sollte aber noch erwähnt werden, dass Gerd Heppke über mehrere Dekaden Mitherausgeber der Zeitschrift „Molecular Crystals and Liquid Crystals“ war, ebenso Mitglied des „board of directors“ der Internationalen Flüssigkristallgesellschaft. Neben seiner wissenschaftlichen Arbeit war Gerd Heppke auch ein herausragender Wissenschaftsmanager. So hat er mit Beginn der achtziger Jahre über die Einrichtung eines „Interdisziplinären Forschungsprojektes“ und eines „Universitären Forschungsschwerpunktes“ den Grundstein gelegt für den Sonderforschungsbereich 335 „Anisotrope Fluide“, der von 1987 bis 1998 von der DFG gefördert wurde und in dem er eine zentrale Rolle in der Koordination von ca. 20 Teilprojekten inne hatte. In der Vorwendezeit und nach der Wende 1991 hat er intensive Kontakte zur Martin-Luther-Universität Halle gepflegt und sofort nach der Wende die Arbeitsgruppen der bedeutenden traditionsreichen Flüssigkristallforschung in Halle in den Sonderforschungsbereich eingebunden, was mit erheblichem Aufwand und erheblicher Überzeugungsarbeit gegenüber der DFG verbunden war. Berlin wurde damit zum Zentrum der Flüssigkristallforschung in Deutschland und Ort der Ausrichtungen vieler Kolloquien, Tagungen und Workshops mit hochrangiger internationaler Besetzung.

Gerd Heppke wurde von allen Mitarbeiter*innen seines großen Arbeitskreises und von seinen Kolleg*innen in höchstem Maße geschätzt. Er war ein großer Förderer des wissenschaftlichen Nachwuchses und prägend für seine Mitarbeiter*innen nicht nur wissenschaftlich, sondern auch menschlich. Seine Bürotür stand immer offen und er war jederzeit für alle da, sprudelte vor Ideen und Visionen und war ein warmherziger und großartiger Gesprächspartner für alle großen sowie kleinen Fragen des Seins.

Das Institut für Chemie, seine Mitarbeiter*innen und Kolleg*innen werden Gerd Heppke in Dankbarkeit ein ehrendes Andenken bewahren. Gerd Heppke starb am 4. Juni 2022 friedlich nach langer schwerer Krankheit.

The 51st Conference of the Colloid Society 28 - 30 September 2022

"100 Years Colloid Society / Colloid Science - as Modern as Ever"

In this meeting we will celebrate the 100th anniversary of the Kolloid-Gesellschaft within an International Conference, focusing on the current state of Colloid Science and the directions it is going to move in the future.

The 51st  Conference of the Colloid Society is going to take place at Technische Universität Berlin, Germany, 28-30 September 2022, in the centre of the German capital Berlin. It is the biannual meeting of the Kolloid-Gesellschaft, this time in particular celebrating its foundation 100 years ago in 1922 in Leipzig. 

This conference will not only be a meeting of the German research community in the field of colloid science, but will bring together a large number of international scientist with the aim of showing the most interesting and promising recent developments in the field of Colloid Science. 

More information can be found on the webpage.

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