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TU Berlin

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Die Geschichte des Chemiegebäudes der TU Berlin

Raschdorff (1881), Fassadendetail
Bild 2, Entwurf von Raschdorff (1881), Fassadendetail
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Entwurf von Raschdorff (1881), Chemisches Laboratorium, Westansicht
Bild 1, Entwurf von Raschdorff (1881), Chemisches Laboratorium, Westansicht
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Der Bau des Chemischen Laboratoriumsgebäudes begann im Frühjahr 1882 nach Plänen Julius Carl Raschdorffs.

  
1877 war bereits in einem so genannten Situationsplan vorgesehen, neben Versorgungsbauten und einer Maschinenhalle im Westen, auch ein Chemiegebäude im Osten der Technischen Hochschule zu errichten.
Der Standort erklärte sich durch die in Berlin vorherrschende westliche Windrichtung, weil die Zu- und Abluft über zwei Schornsteine Richtung Osten erfolgte.

Grundriss des Lehrgebäudes für Chemie: Erdgeschoss
Bild 3, Grundriss des Lehrgebäudes für Chemie: Erdgeschoss
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Bei Interesse finden Sie hier noch die Grundrisse des ersten und zweiten Stockwerks.
 
Bild 4, Grundriss des Lehrgebäudes für Chemie: Erstes Stockwerk
Bild 5, Grundriss des Lehrgebäudes für Chemie: Zweites Stockwerk

Vorderfront des Lehrgebäudes für Chemie
Bild 6, Vorderfront des Lehrgebäudes für Chemie
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Das Laboratoriumsgebäude sollte zusammen mit dem Hauptgebäude zum Wintersemester 1884 seinen Betrieb aufnehmen.
Zur Vorbereitung für den Bau wurden Informationsreisen nach Zürich, London, Wien und Gießen gemacht, um sich Hinweise für ein nach dem neuesten wissenschaftlichen Stand einzurichtendes chemisches Laboratorium zu holen.
Raschdorff erstellte neue Pläne, die 1881 genehmigt wurden noch im Winter 1881 zu den ersten Fundamentierungsarbeiten führten. Noch vor Beginn des Wintersemester 1884 wurde der Innenausbau fertig gestellt. Berlin besaß damit das damals größte chemische Laboratoriumsgebäude des Deutschen Reiches.
 

Eintrittshalle im Lehrgebäude für Chemie
Bild 7, Eintrittshalle im Lehrgebäude für Chemie
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Das Gebäude ist im Stil eines oberitalienischen Quattrocento-Palazzo gebaut.
Da sich in der Gegend ein vornehmes Villenviertel befand, kam eine einfache Backsteinbauweise (wie damals bei solcher Art Bauten allgemein üblich) nicht in Frage. Das Gebäude stellte entlang der Hauptstraße, der ehemaligen Berliner Chaussee, für den aus Berlin kommenden Besucher so etwas wie ein „Empfangsgebäude“ der Technischen Hochschule dar. Deshalb entschied man sich für einen Naturstein verkleideten Ziegelbau.

Treppenhaus im Ostflügel
Bild 9, Treppenhaus im Ostflügel
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Haupttreppe im Lehrgebäude für Chemie
Bild 8, Haupttreppe im Lehrgebäude für Chemie
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Außenansicht des Ostflügels
Bild 10, Außenansicht des Ostflügels.
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Anfangs als fast quadratische, vierflüglige und zweistöckige Anlage gebaut, fügte sich das Chemiegebäude elegant in die noble Umgebung ein.
Zwischen 1903 und 1906 wurden dann je ein Ost- und ein Westflügel hinzugefügt.

Hörsaal für organische Chemie
Bild 11, Hörsaal für organische Chemie
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Im Laboratoriumsgebäude waren die Abteilungen der Anorganischen Chemie (mit 70 Studienplätzen), der Organischen Chemie (mit 40 Studienplätzen), der Technischen Chemie, der Metallurgischen Chemie und der Photochemie (mit jeweils 15 Studienplätzen) untergebracht. Für jede dieser Abteilungen sah das Raumprogramm einen eigenen Hörsaal, Laborräume für Studierende, ein Arbeitszimmer und Privatlabor für jeden Professor, je ein Arbeits- und Wohnzimmer seines Assistenten und eine Dienerwohnung vor.

Goßer Arbeitssaal im ersten Obergeschoss
Bild 12, Goßer Arbeitssaal im ersten Obergeschoss
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Bei Interesse finden Sie hier noch Fotos weiterer Arbeitssääle.


Bild 13, Arbeitssaal für anorganische Chemie.
Bild 14, Arbeitssaal für organische Chemie.
Bild 15, Arbeitssaal für technische Chemie.
Bild 16, Arbeitssaal für Photochemie.

Sammlung für technische Chemie I
Bild 17, Sammlung für technische Chemie I
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So waren im Erdgeschoss die Laborräume der Metallurgischen und Technischen Chemie, sowie die Räume für Heizer, Pförtner und Pedelle (Institutsdiener) untergebracht. Das 1. Obergeschoss teilten sich in der westlichen Gebäudehälfte die Anorganic und in der östlichen Gebäudehälfte die Organic. Im Mittelbau befand sich der Hörsaal für Beide.
Im 2. Obergeschoss befanden sich alle übrigen Hörsäle, Sammlungsräume und die Photochemie und eine Dienstwohnung.


Durch Kriegseinwirkungen im 2. Weltkrieg und die sich danach anschließenden Um- und Ausbauten, verlor das Chemiegebäude sein ursprüngliches Aussehen und Innenkonzept.  


1992 begann man deshalb mit einer umfassenden Rekonstruktion des Gebäudes mit dem Ziel die ursprüngliche architektonische Gestaltung wieder herzurichten.
Die Arbeiten waren im Jahre 2003 abgeschlossen. Seit dem beherbergt das Chemiegebäude die Einrichtungen der Organischen Chemie, Anorganischen Chemie und der Physikalische und Theoretischen Chemie.
 
 

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Quellenverzeichniss der Bilder:

  • Bild 1: Chemiegebäude der Technischen Universität Berlin (1881), Westansicht, Handzeichnung, Julius Raschdorff; Architekturmuseum der Technischen Universität Berlin in der Universitätsbibliothek, Inv. Nr. 14999.
  • Bild 2: Chemiegebäude der Technischen Universität Berlin (1881), Fassadendetail, Handzeichnung, Julius Raschdorff; Architekturmuseum der Technischen Universität Berlin in der Universitätsbibliothek, Inv. Nr. 14900.
  • Bild 3, 4 und 5: Grundrisse des Lehrgebäudes für Chemie: Erdgeschoss, erstes und zweites Stockwerk; Die Königliche Technische Hochschule zu Berlin; Hugo Koch; Berlin, Verlag von Rudolf Mückenberger, 1903; Seite 25, 26 u. 27.
  • Bild 6: Vorderfront des Lehrgebäudes für Chemie; Die Königliche Technische Hochschule zu Berlin; Hugo Koch; Berlin, Verlag von Rudolf Mückenberger, 1903; Bildtafel 23.
  • Bild 7: Eintrittshalle im Lehrgebäude für Chemie; Die Königliche Technische Hochschule zu Berlin; Hugo Koch; Berlin, Verlag von Rudolf Mückenberger, 1903; Bildtafel 24.
  • Bild 8: Haupttreppe im Lehrgebäude für Chemie; Die Königliche Technische Hochschule zu Berlin; Hugo Koch; Berlin, Verlag von Rudolf Mückenberger, 1903; Bildtafel 25.
  • Bild 9: Treppenhaus des Technisch-chemischen Instituts der Königlichen Technischen Hochschule zu Berlin; Das neue Technisch-Chemische Institut der Königlichen Technischen Hochschule zu Berlin und Die Feier seiner Eröffnung am 25. November 1905; Dr. Otto N. Witt; Berlin, Weidmannsche Buchhandlung, 1906; Tafel II, Lichtdruck v. Albert Frisch.
  • Bild 10: Aussenansicht des Technisch-chemischen Instituts der Königlichen Technischen Hochschule zu Berlin; Das neue Technisch-Chemische Institut der Königlichen Technischen Hochschule zu Berlin und Die Feier seiner Eröffnung am 25. November 1905; Dr. Otto N. Witt; Berlin, Weidmannsche Buchhandlung, 1906; Tafel I, Lichtdruck v. Albert Frisch.
  • Bild 11: Hörsaal für organische Chemie; Die Königliche Technische Hochschule zu Berlin; Hugo Koch; Berlin, Verlag von Rudolf Mückenberger, 1903; Bildtafel 26.
  • Bild 12: Ansicht des großen Arbeitssaales im ersten Obergeschoß des Technisch-chemischen Instituts der Königlichen Technischen Hochschule zu Berlin; Das neue Technisch-Chemische Institut der Königlichen Technischen Hochschule zu Berlin und Die Feier seiner Eröffnung am 25. November 1905; Dr. Otto N. Witt; Berlin, Weidmannsche Buchhandlung, 1906; Tafel III, Lichtdruck v. Albert Frisch.
  • Bild 13, 14, 15 und 16: Arbeitssääle für anorganische, organische, technische Chemie und Photochemie; Hugo Koch; Die Königliche Technische Hochschule zu Berlin; Berlin, Verlag von Rudolf Mückenberger, 1903; Bildtafel 27, 28, 29 u. 30.
  • Bild 17 : Sammlung für technische Chemie I; Die Königliche Technische Hochschule zu Berlin; Hugo Koch; Berlin, Verlag von Rudolf Mückenberger, 1903; Bildtafel 32.
  • Bild 18: Glashalle für anorganische Chemie; Die Königliche Technische Hochschule zu Berlin; Hugo Koch; Berlin, Verlag von Rudolf Mückenberger, 1903; Bildtafel 31.

 
Betrifft die Fotos aus 'Die Königliche Technische Hochschule zu Berlin; Hugo Koch; Berlin, Verlag von Rudolf Mückenberger, 1903':
„Mit der Herstellung der Aufnahmen waren Praktikanten des Photochemischen Laboratoriums, die Herren Dr. Lehmann und Langerhannss, unter Leitung des Herrn Professor Dr. Miethe betraut.”

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