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SAI-LabWatchWellbeeing 05: Altersgerechte Einstufung von Verkehrswegen

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WatchWellbeeing 05: Altersgerechte Einstufung von Verkehrswegen

Hier gibt es die Informationen zur Idee "WatchWellbeeing 05: Altersgerechte Einstufung von Verkehrswegen" in der Börse lenosu aus dem SAI-Lab.

Das SAI-Lab stellt vor ...

Der offene Beitrag vom SAI-Lab stammt aus dem Rahmenprojekt "WatchWellbeeing".
Unter dem Titel "Altersgerechte Einstufung von Verkehrswegen" stellen wir hier die Projektidee von Michael Hüllenkrämer vor ...

Grad der Eignung von Verkehrswegen für bestimmte Altersgruppen

Montag, 06. Januar 2020

Lupe

Einleitung:

Das Projekt „Altersgerechte Einstufung von Verkehrswegen“ greift vorhandene Modelle und Systeme zur Kennzeichnung der Eignung von Produkten und Dienstleistungen auf, um diese auf eine altersgerechte Einstufung von Verkehrswegen, insbesondere Bürgersteige und Radwege, zu übertragen.
Die These lautet: Mit etablierten Methoden der Kennzeichnung lässt sich der Grad der Eignung von Verkehrswegen für bestimmte Altersgruppen beschreiben. Darüber kann die Politik, die Planung und die Bauwirtschaft die Art und Qualität der notwendigen Umgestaltung von Infrastrukturen von „sehr schwierig“ bis „kinderleicht“ vermittelt werden. Die Adaption oder die Übertragung der altersgerechten Einstufung von Verkehrswegen, nach vorhandenen Systemen der Kennzeichnung, dient auch als Information, mit der die jeweils genannten Kriterien als Instrumente zur Verbesserung von Verkehrswegen für körperliche Unversehrtheit und Wohlbefinden bei der Teilnahme am Verkehr zu nutzen.

Grundlage für dieses Projekt sind Beobachtungen vom SAI-Lab aus dem Real-Labor der nachhaltigen Fahrradmobilität über das Verkehrsverhalten von sehr jungen Menschen (Kinder) und sehr alten Menschen (Senioren) mit dem Fahrrad und als Fußgänger in den Infrastrukturen von Wegen und Straßen bei bestimmten Verkehrsituationen. Anhand der Lagebeziehungen, der Art der baulichen Ausführung und der örtlichen technischen Umsetzung, sowie der daraus bestehenden Risiken durch bestimmte Gefahren (Verletzungsgefahrt, Gesundheitsgefahr, Unfallgefahr), sind bestimmte Ausprägungen in den Infrastrukturen für den Verkehr weniger oder sehr anspruchsvoll für die Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer. Aufgrund vorhandener Kennzeichnungen nach „Schwierigkeitsklassen“, „Schwierigkeitsgraden“ kann diese Maßnahmen der Kennzeichnung für eine „nicht“ oder „nur eingeschränkt“  eigenverantwortliche und sichere Benutzung angewendet werden. Eine Kennzeichnung von Verkehrswegen des Rad- und des Fußgängerverkehrs nach „Eignung“ und „Grad“ für die eigenverantwortliche und sichere Nutzung kann Probleme und Lösungen aufzeigen. Eine solche Kennzeichnung kann zur Verbesserungen der Sicherheit bei der Mobilität mit dem Fahrrad und als Fußgänger eingesetzt werden und für die nachhaltige Fuß- und Fahrradmobilität verwendet werden.

Nachhaltigkeitsziele:

  • siehe Rahmenprojekt

Nachhaltigkeitsvorgaben:

  • siehe Rahmenprojekt

 

 

Schymik & Werner: Mountainbike Trail - Schwierigkeitsklassen

 

Mit der Einstufung nach  Carsten Schymik und  David Werner werden sogenannte Schwierigkeitsklassen für Mountainbike Wege in drei Klassen getroffen. Das System stetzt daran an, ob eine Strecke nach dem Fahrkönnen mit einem technisch aktuellen Mountainbike bewältigen ist. Im Projekt wird dahingehend adaptiert oder übertragen, ob eine vermutete Wirkung der Eignung und Bewältigung der Schwierigkeit auch auf bestimmte Infrastrukturen, insbesondere Radwege und Fußgängerwege, angewendet werden kann.

Die Singeltrail-Skala (STS) unterteilt sich in die drei Schwierigkeitsklassen LEICHT, MITTEL und SCHWER, welche durch die skipisten-üblichen Farbgebungen kenntlich gemacht werden: LEICHT > blau, MITTEL > rot, SCHWER > schwarz. Diese Schwierigkeitsklassen orientieren sich dabei an dem Fahrkönnen eines durchschnittlichen Bikers mit einem technisch aktuellen Bike und sind nicht mit fahrtechnisch nicht beeinflussbaren Faktoren bzw. subjektiven Faktoren wie dem Gefahrengrad (Absturzgefahr), dem Wetter (Nässe, Wind, Nebel, Schnee), den Lichtverhältnissen oder der Fahrgeschwindigkeit in Verbindung zu bringen. Es ist also daher zu beachten, dass sich der fahrtechnische Anspruch beispielsweise durch schlechte Witterungsverhältnisse oder nassen Boden nach oben verschieben kann.“ (Schymik / Philipp / Werner 2017 „STS“).

 

 

FSK: Filme - fünf Altersstufen

Mit dem Prüfverfahren der FSK werden sogenannte Freigaben für Filme in fünf Altersstufen getroffen. Das System setzt daran an, ob Filme „geeignet sind, die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen oder ihre Erziehung zu einer eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit zu beeinträchtigen", nicht für ihre Altersstufe freigegeben werden dürfen (§ 14 Abs. 1 JuSchG). In den FSK-Grundsätzen wird dabei bewusst auf eine vermutete Wirkung abgestellt.“ Im Projekt wird dahingehend adaptiert oder übertragen, ob eine vermutete Wirkung der Unversehrtheit auch auf bestimmte Infrastrukturen, insbesondere Radwege un Fußgängerwege, angewendet werden kann.

„In den Prüfverfahren der FSK werden die Freigaben für fünf Altersstufen vorgenommen. Aus dem Prüfergebnis werden die jeweilige Alterskennzeichen sowie bei Kinospielfilmen eine Kurzfassungen der Freigabebegründung veröffentlicht.
Die FSK-Ausschüsse sprechen Freigaben nach der gesetzlichen Vorgabe aus, dass Filme und andere Trägermedien, die "geeignet sind, die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen oder ihre Erziehung zu einer eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit zu beeinträchtigen", nicht für ihre Altersstufe freigegeben werden dürfen (§ 14 Abs. 1 JuSchG). In den FSK-Grundsätzen wird dabei bewusst auf eine vermutete Wirkung abgestellt.
Mit der Altersfreigabe ist keine pädagogische Empfehlung oder ästhetische Bewertung verbunden. Einen fest gefügten Kriterienkatalog für die Beurteilung der möglichen Wirkungen kann es nicht geben, wohl aber Maßstäbe, die der sachkundigen Auslegung bedürfen. Hierbei ist grundsätzlich das Wohl der jüngsten Jahrgänge einer Altersgruppe zu beachten. Ebenso sind nicht nur durchschnittliche, sondern auch gefährdete Kinder und Jugendliche zu berücksichtigen.“ (FSK 2019 „Alterseinstufungen“)

FIS / DIN / ÖNORM: Skipiste - drei Schwierigkeitsgrade

 

Mit der Einstufung nach der Fédération Internationale de Ski (FIS), dem internationalen Ski-Verband, werden sogenannte Schwierigkeitsgrade für Skipiste in drei bis fünf Stufen getroffen. Das System stetzt daran an, ob eine Strecke zu bewältigen ist, was sich aus der Betrachtung des Gefälles (Gradiente) ergibt. „Der Schwierigkeitsgrad erhöht sich durch schlechte Sicht- und Schneeverhältnisse“. In den FIS  wird dabei bewusst auf eine Bewältigung eingegangen. Im Projekt wird dahingehend adaptiert oder übertragen, ob eine vermutete Wirkung der Unversehrtheit auch auf bestimmte Infrastrukturen, insbesondere Radwege und Fußgängerwege, angewendet werden kann.

Schwierigkeitsgrade in den Alpen
Wie schwer eine Skipiste für den Wintersportler zu bewältigen ist, ergibt sich aus der Betrachtung des Gefälles (Gradiente). Der Schwierigkeitsgrad erhöht sich durch schlechte Sicht- und Schneeverhältnisse. Die Schwierigkeitsgrade sind in den Normen DIN 32912 und ÖNORM S 4610 f wie folgt festgelegt: (...)
“ (Wikimedia 2019 „Skipiste“).

 

 

Hüsler & Schall: Klettersteige - Skala der Schwierigkeitsgrade

 

Mit der Einstufung nach Eugen Hüsler oder nach Kurt Schall werden sogenannte Schwierigkeitsgrade für Klettersteige in fünf oder mehr Graden getroffen. Das System setzt daran an, ob eine Strecke zu bewältigen ist, die nach Anforderungen an Können und die Ausrüstung ergeben. Im Projekt wird dahingehend adaptiert oder übertragen, ob eine vermutete Wirkung der Eignung und Bewältigung der Schwierigkeit auch auf bestimmte Infrastrukturen, insbesondere Radwege und Fußgängerwege, angewendet werden kann.

Hüsler & Schall Klettersteig-Skalen
Auch für Klettersteige gibt es inzwischen passende Skalen. Diese können regional nochmals unterschiedlich sein, dennoch haben sich zwei Bewertungssysteme durchgesetzt: Die Hüsler- und die Schall-Skala. Sie unterscheiden sich primär dadurch, dass bei Hüsler eine verbale Einstufung und bei Schall eine Einstufung über Buchstaben erfolgt. So entspricht der einfachste Schwierigkeitsgrad dem Buchstaben A bzw. der Aussage „wenig schwierig“, während der höchste Schwierigkeitsgrad mit E oder „extrem schwierig“ angegeben wird.
Die Entwicklung hin zu immer anspruchsvolleren Klettersteigen hat dazu geführt, dass mit F eine neuer Schwierigkeitsgrad hinzu kam. Derzeit gibt es im Alpenraum aber nur zwei Klettersteige der Kategorie F – die Arenavariante des Bürgeralm-Klettersteigs und die F-Variante des den Postalm-Klettersteigs in Österreich.
Auch bei den Klettersteig-Skalen sind die Anforderungen an Können und Ausrüstung klar definiert. Während geübte Klettersteiggeher anfangs zum Beispiel noch ohne Klettersteigset auskommen, wird es mit zunehmender Schwierigkeit obligatorisch. Es gibt inzwischen einige extreme Klettersteige, die die Skala sprengen. Man sollte sich im Vorfeld unbedingt erkundigen, wie die Beschaffenheit und Anforderungen am zu gehenden Steig sind.
“ (Bergfreunde 2019 „Klettersteig Schwierigkeitsgrade“)

 

 

Rahmenprojekt

RaNa SDG 03 - WatchWellbeeing | Gesundheit und Wohlergehen

Bild

Hier gibt es die Informationen zur Idee für ein Rahmenprojekt zur Nachhaltigkeit SDG 03 - "WatchWellbeeing | Gesundheit und Wohlergehen" in der Börse lenosu aus dem SAI-Lab. mehr zu: RaNa SDG 03 - WatchWellbeeing | Gesundheit und Wohlergehen

Material

Quellen ...

 

 

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