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SAI-LabLandLivingCycles 17: Torf-frei

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LandLivingCycles 17: Torf-frei

Hier gibt es die Informationen zur Idee "LandLivingCycles 17: Torf-frei" in der Börse lenosu aus dem SAI-Lab.

Das SAI-Lab stellt vor ...

Der offene Beitrag vom SAI-Lab stammt aus dem Rahmenprojekt "LandLivingCycles".
Unter dem Titel "Torf-frei" stellen wir hier die Projektidee von Michael Hüllenkrämer vor ...

Wie geht "torf-frei" an einer Universität?

Dienstag, 28. Januar 2020

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Den aktuellen Anlass für diese Idee gibt uns die angekündigte Tagung „Torfminderung“ vom BMEL am 18.-19.02.2020 in Berlin. Dort wird der Gartenbau mit der Anforderungen nach umweltschonender und klimafreundlicher Pflanzenproduktion konfrontiert. Mit der Auswahl von Produkten und Dienstleistungen aus aus dem Gartenbau lassen sich naturnahe Lebensräume erhalten, die natürlichen Ressourcen schützten und die biologische Vielfalt fördern. Das Klimaschutzprogramm 2030  der Bundesregiereung sieht die Reduzierung des Torfverbrauchs in Deutschland vor.

Während das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft eine Strategie zur Minderung des Torfverbrauchs in Substraten erarbeitet, kann jeder bereit über „ich bin torf-frei“ nachhaltigkeit praktizieren. Auch die TU Berlin kann das Ziel „torf-frei“ erklären. Durch und über die Angehörigen der TU Berlin kann das Substrat „mit und aus Torf“ reduziert und vermieden werden. Wie jede und jeder Angehörige der TU Berlin, so kann auch die Universität das Ziel „torf-frei“ anstreben und schrittweise erreichen!

Dazu kann eine Antrag eingereicht werden, Handlungshilfen erstellt werden und das Ziel schrittweise mit begleitenden Informationen verfolgt, praktisch umgesetzt und erreicht werden.

Verwenden wir an der TU Berlin überhaupt Torf und wenn ja, wo?
Wenn wir keinen Torf  an der Universität verwenden, also weder im Büro (Pflanzen), noch auf dem Campus (Bepflanzung, Substrat), noch in Lehre (beispielsweise in einem „Torf-Seminar“?) noch in der Forschung (beispielsweise in der „Moorkunde“?), dann können wir dafür sorgen, das es bleibt und positiv darüber sprechen.

Wenn bekannt ist, wo und warum wir an bestimmten Stellen Torf einsetzten, dann kann dort eine Alternative zur Substitution zum Einsatz kommen. Bei langfristigen genutzten Objekten mit "Torf“, also jenen Dingen, die für eine längere Dauer verwendet werden, kann dies durch „Bewahrung ohne Nachbestellung“ erfolgen. Bei kurzfristig eingesetzten Dingen im Bereich „Pflanzen und deren Substrat“ kann rasch oder schrittweise auf umweltschonende und klimafreundliche Alternativen aus der Pflanzenproduktion oder der Forschung zurückgegriffen werden.

Die dazu nötigen Bausteine im Handlungsleitfaden für konkrete Nachhaltigkeit vor Ort (an der TU Berlin) umfassen die gezielte Verwendung aller bereits heute alternativen Verfahren in Kombination mit den praktischen Anwendungsbeispielen für „torf-frei“ vor Ort, auf dem Campus, in den Grünanlagen, den Räum und den Büros. Beim Einkauf kann auf die Alternativen zu torf-freien Kultursubstraten zurückgegriffen werden. Der Nachhaltigkeitsrat der TU Berlin kann einen Vorschlag für „torf-frei“ beschließen, damit a) Gärten, Parks und Blumenkästen im Außenbereich, b) Töpfe, Kübel und Kästen im Innenbereich und c) Arbeitsmaterial und Arbeitsmittel in Forschung und Lehre, bis um Jahr 2022, also in 2 Jahren, erfolgreich „torf-frei“ sind.

Dabei soll unterschieden werden zwischen „Da wo jetzt Torf enthalten ist“ (das soll bewahrt werden) gegenüber der Neu-Beschaffung von Torf-Alternativen. Dann kann nach der Übergangszeit von der TU behauptet werden: Wir schützten den Torf den wir seit 2020 bereits hatten, und haben seit dem konsequent auf torf-freie Produkte im Einkauf und der Beschaffung gesetzt, so das nun ab dem Jahr 2020 kein neuer Torf mehr auf den Campus (Pflanzungen), die Gebäude (Blumentöpfe) und in die Lehre &Forschung (Arbeitsmaterial) mehr hineingelangt. Ausnahme bilden die Forschung zum Schutz von Mooren und die Wissenschaft zur Wiederherstellung von Mooren, sowie die kritische botanische Forschung an Torf bildende Pflanzen. Das Ergebnis kann mit einem „Nur-hier-haben-wir-Torf“ beantwortet werden, einem Informationssystem, wo, mit wissenschaftlicher Begründung, dennoch nicht auf ausgewählte Exemplare von Torfpflanzen und Torf (als Substrat) verzichtet werden kann, um die Kampagne und das Nachhaltigkeitsziel „torf-frei“ weiter zu unterstützten.

Um das Ziel torf-frei zu erreichen, wird darüber informiert: Wo steckt Torf drin? Dazu wird die Uni einem "Torf-Screening" unterzogen und mit dem "Torfdetektor" durchleuchtet. Die Angehörigen der Uni werden informiert und sensibilisiert. Jede Studentin und jeder Student, alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter können mitmachen und Torf-Funde mit einem Vorschlag oder der konkreten Umsetzung als Beitrag zur „Substitution melden“ und auf „Upps, hier verwenden wir immer noch Torf“ mit einer kritischen und erläuterten Begründung hinweisen. Es wird über die Substitution mit alternativen Produkten und deren Bezugsquellen informiert. Damit kann ein breites Bewusstsein und die aktive, dezentrale Mitwirkung erreicht werden.

Wir freuen uns schon jetzt auf das erwartet positive Ergebnis.

Material

Ma

FNR (2021): Der Blumentopf als Klimasünder?

Lupe

Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR) )(18.03.2021): Der Blumentopf als Klimasünder? Das muss nicht sein! Immer mehr torffreie Blumenerden auf dem Markt – Torffrei Gärtnern ist Beitrag zum Klimaschut. FNR-Pressemitteilung. URL: URL: https://news.fnr.de/fnr-pressemitteilung/der-blumentopf-als-klimasuender-das-muss-nicht-sein. siehe auch URL: www.torffrei.info. Aufgerufen am 18.03.2021.

"Der Blumentopf als Klimasünder? Das muss nicht sein! Immer mehr torffreie Blumenerden auf dem Markt – Torffrei Gärtnern ist Beitrag zum Klimaschut.
Die Gartensaison steht in den Startlöchern. Unzählige Balkonkästen, Töpfe und Kübel warten jetzt wieder darauf, mit Blumen aller Art bepflanzt zu werden. Was aber nur die wenigsten Hobbygärtner*innen wissen: Sie können dabei auch einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz leisten. Wie das? Achten Sie darauf, welche Erde Sie verwenden! Noch immer ist Torf der Hauptbestandteil vieler handelsüblicher Blumenerden. Torf stammt aus Mooren und ist in tausenden von Jahren aus abgestorbenen Pflanzen entstanden. Im Torf sind riesige Mengen Kohlenstoff…" (Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (18.03.2021): Pressemitteilung der FNR: Der Blumentopf als Klimasünder? Das muss nicht sein! E-Mail).

BMEL (2019): Tagung „Torfminderung"

Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) (2019): Tagung „Torfminderung“. Save the date. 18. und 19. Februar 2020, BMEL Berlin. URL: http://www.fnr.de/fileadmin/Projekte/2019/Veranstaltungen/Torfminderung_Terminankuendigung.pdf 

Girgert (o.D.): Torf gehört ins Moor

Werner Girgert  (o.D.): Torf gehört ins Moor. Torfnutzung zerstört einzigartige Lebensräume – dabei gibt es längst Alternativen. NABU – Naturschutzbund Deutschland e.V.. URL: https://www.nabu.de/natur-und-landschaft/aktionen-und-projekte/torffrei-gaertnern/10866.html 

Quervernetzt ...

Es bestehen, unter anderem, folgende Verbindungen zwischen Personen, Vereinen, Einrichtungen und Organisationen ...
Auch "Quervernetzt" zieht um: Schrittweise, bis zum 31.12.2022, gibt es diese Informationen dann auf den neuen Seiten unter www.sai-lab.de ....

Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR)

Bild

Hier gibt es Informationen zur Verbindung zwischen dem SAI-Lab und der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR). Dazu stellen wir die FNR kurz vor. Über die Beiträge in "Neuigkeiten und Informationen" treten wir in die Online-Kommunikation. mehr zu: Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR)

Ein Idee zum Rahmenprojekt ....

Diese Idee gehört zum einem der Rahmenprojekte Nachhaltigkeit (RaNa) aus der Börse "lenosu".

RaNa SDG 15 - LandLivingCycles | Kreisläufe des Lebens an Land

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Hier gibt es die Informationen zur Idee für ein Rahmenprojekt Nachhaltigkeit SDG 15 "LandLivingCycles | Kreisläufe des Lebens an Land" aus dem SAI-Lab. mehr zu: RaNa SDG 15 - LandLivingCycles | Kreisläufe des Lebens an Land

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