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MiMaMo 34: Der Tote Winkel in der Verkehrsgeografie

Hier gibt es die Informationen zur Idee "MiMaMo 34: Der Tote Winkel in der Verkehrsgeografie" in der Börse lenosu aus dem SAI-Lab.

Das SAI-Lab stellt vor ...

Der offene Beitrag vom SAI-Lab stammt aus dem Rahmenprojekt "Mikro-Marko-Diversität in der Mobilität (MiMaMo)".
Unter dem Titel "Der Tote Winkel in der Verkehrsgeografie" stellen wir hier die Projektidee von Michael Hüllenkrämer vor ...

"Toter Winkel"

Montag, 05. August 2019

Lupe

Der Tote Winkel in der Verkehrsgeografie ...

Toter Winkel

Lupe

Hier gibt es Informationen zum "Toten Winkel" in Form von Ansätzen für einen Nachruf. Situationen im Verkehr mit schlechten Sichtverbindungen gilt es konsequent durch bauliche Maßnahmen im Straßenbau zu vermeiden.

Vermeidende Maßnahmen sind wichtiger als Minderungmaßnahmen

Aufgrund der Hervorhebung von Aktionen rund um die unterstützende Technik von "Abbiegeassistenten", richten wird hier den Blick auf die Gestalt der gebauten Straße und deren Sichtbeziehungen.

Hilfe fürs Abbiegen - Sichtbarkeit für Alle

Ersatzlose Abschaffung von tödlichen Winkeln 

Von Michael Hüllenkrämer 

In diesem Jahr wurden in Deutschland viele Radfahrende von rechts abbiegenden Lastkraftwagen überrollt und starben. 

Weg mit dem toten Winkel

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In einem erschütterndem, emotionalen und aufrüttelnden Beitrag „Im toten Winkel“ widmet sich die Autoren Björn Stephan (Text) und  Daniel Delang (Fotos) in der  Wochenendbeilage der Süddeutschen Zeitung (N r. 51, S. 10-19) dem Thema "Tod im Straßenverkehr" , "Mörderischer Toter Winkel für Radfahrende" und "Traumatische Ereignisse für Berufskraftfahrer beim Abbiegen".

Der Artikel beleuchtet auf eindrucksvolle Art und Weise diesen Teil der schockierenden Unfallstatistik mit den bekannten und tragischen Langzeitfolgen. Die aufgezeigte Lösung zur Vermeidung mittels Abbiegeassistent ist aber nicht die beste Lösung für das allzu oft tödliche Problem. Es sind auch eine Unmenge von Schwer- und Leichtverletzten aus Unfällen bei Abbiegen nach Rechts mit dem Toten Winkel verbunden. Und bei den Beinaheunfällen ist eine noch viel größere Menge an geschockten Verkehrsteilnehmenden auf beiden Seiten zu verzeichnen. Daher  kann die alleinige Antwort nicht „Abbiegeassistent“ lauten. Daher folgt hier eine andere, weitere Antwort auf das Thema.

„straßenbau-architektonisch“ ist besser als „fahrzeugsensor-technisch“

Eine übliche, regelmäßige, normale Situation im Verkehr bedarf für die Straßen, jeden Weg und alle räumliche Beziehungen, denen das Risiko von Beinaheunfällen und Unfällen inne wohnt, eine Lösung nach dem obersten baulichen Prinzip: Der „Vermeidung“. Für die Errichtung und den Betrieb von Verkehrsanlagen, gilt : Gefahren vermeiden. Bei erhöhter Gefahr sind vor allem bauliche Lösungen zur Vermeidung und Minderung von Gefährdungen gefordert. Der „Tote Winkel“ ist ein solches Element im Verkehr. Der Tote Winkel kann konsequent durch straßenbauliche, kreuzungs-gestalterische und die architektonischen Lösungen von Einmündung oder Ausfahrten - ganz formal - vermieden werden.

Eine neue Definition und ein neues Grundverständnis

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Die alte, auf Fahrzeuge bezogene Definition lautet oftmals so: "Der tote Winkel ist besonders bei Autos, Lastkraftwagen und Bussen zu finden. Dieser Bereich ist für den Fahrer nicht einsehbar und daher im Straßenverkehr ein immenser Gefahrenbereich. Die Fahrzeugführer haben jeweils nur das Sichtfeld durch die Fenster und eben den Außenspiegel. Zwischen diesen Bereichen entsteht ein toter Winkel". (siehe Verband für bürgernahe Verkehrspolitik e.V. (2018): Toter Winkel: Wie verhalten sich Verkehrsteilnehmer richtig?. URL: https://www.bussgeldkatalog.org/toter-winkel/).
Doch stimmt diese Aussage wirklich? Ist der Tote Winkel ein Phänomen das primär durch Fahrzeuge entsteht? Ist das Fahrzeug die Ursache des Toten Winkels? Geht der "Winkel" immer direkt und unmittelbar von einem bewegten Objekt im Verkehrsraum aus? 

Es ist an der Zeit mit dieser (irrigen?) Vorstellung aufzuräumen und Überlegungen hinzuzuziehen. Mit dem toten Winkel, als einem Problem, das einem jeweiligen Fahrzeug zugeschrieben wird, kann dann vieleicht Schluss gemacht werden.

Ist es nicht richtiger von Bedingungen im Raum zu sprechen, in denen leider, bei schlechter Verkehrsplanung und gefährlichen Straßenbau, der Tote Winkel „baulich“ (vorbereitet wird und) ensteht? Unter Hinzunahme von Informationen aus anderen Ländern, hier allen voran mit dem Video „Kreuzungsdesign in den Niederlanden“ (Mark Wagenbuur  von BicylceDutch , Bas Bergervoet von @SchwaBicyclist (08.02.2016): Kreuzungsdesign in den Niederlanden: Radfahrer inbegriffen. URL:  http://www.radfahrerzone.de/2016/02/08/kreuzungsdesign-in-den-niederlanden-radfahrer-inbegriffen/) liegt die Lösung auf der Straße: In der Gestaltung der Straße in Kreuzungen. LKW- und Fahrradfreundlich zugleich. 

Daher ist die neue, mobilitätsgerechte Definition auf den Verkehrsraum bezogene und lautet nun so: "Der tote Winkel ist als ein Relikt mangelhafter Straßenverkehrsplanung zu Situationen im Verkehr zu finden. Der damit bezeichnete räumliche Bereich im Verkehrsraum ist die jeweilige Zone, in denen Fußgänger und Fahrer von Fahrzeugen aller Art sich nicht sehen und somit nicht über Zeichen kommunizieren können, um vorausschauende einen Vorrang oder eine Vorfahrt gefahrenfrei bewältigen zu können. Verkehrsteilnehmende haben im Toten Winkel nur ein, die Verkehrssicherheit behinderndes eingeschränktes Sicht- und Kommunikationsfeld".

Kreuzungsdesign für das Überleben: Baulich getrennt, versetzt, kurvig und sichtbar

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"Für Radfahrer ist ein gutes Kreuzungsdesign lebensnotwendig, denn die meisten Unfälle mit Radfahrern passieren nicht auf offener Strecke sondern an Kreuzungen, deren Design den Radverkehr nicht berücksichtigt." Ist auf der Seite mit dem leicht übertriebenen Titel „Kreuzungsdesign Deluxe“ von Herrn Kress  zu lesen (siehe unter anderem; Timm Kress (25.10.2017): Die Gestaltung von Knotenpunkten im Straßenverkehr im Vergleich, Niederlande – Deutschland, Teil 2 – Designelemente. URL www.darmstadtfaehrtrad.org. Viele nützliche Hinweise hierzu umfasst die Seite vom Institute for Road Safety Research (SWOV) (mehr unter: https://www.swov.nl/en/facts-figures/factsheet/sustainably-safe-road-traffic).

Auch der Klassiker, hier in Deutscher, ist immer wieder sehenswert (http://www.radfahrerzone.de/2016/02/08/kreuzungsdesign-in-den-niederlanden-radfahrer-inbegriffen/)

Vermeidung ist besser als „Meidung“

Lupe

Der „Tote Winkel“ wird nicht abgeschafft indem ausgewählte Fahrzeuge mit einem Abbiegeassistenten nachgerüstet werden. Dann sind vielleicht diese nachgerüsteten Fahrzeuge tatsächlich technisch sicherer. Und die verleidenden Fahrzeuge? Und immer sind es Menschen die diese Fahrzeuge durch die Straßen und als Teil des Verkehrs führen. Daher ist es Verkehrspolitisch und erst recht planerisch zweckmäßig am Köper der Straße anzusetzen und die Fahrbahnen und Kreuzungen menschenfreundlich und fehlertolerant zu gestalten. Denn es gibt auch noch andere Menschen, die ein Fahrzeuge führen und damit rechts abbiegen - oder sich einfach nur „mit berechtigter Vorfahrt“ gerade fortbewegen. Können wirklich bestimmte Fahrzeuge danach unterschieden werden, ob sie einen Abbiegeassistenten haben oder bekommen sollen?

Brauchen nicht umgekehrt geradeaus gehende Fußgänger und ebenso geradeaus fahrende Fahrradfahrende einen „Vorfahrt-Assistenten“?

Welche zusätzliche Technik müssen Menschen besitzen und erlernen, damit Fortbewegung auf der Straße sicherer wird? Wenn bauliche Defizite an Kreuzungen besehen,

  • benachbart-parallele Verkehrsführung für Manöver des Abbiegens vorliegen,
  • Mängel in der Phasensteuerung von Ampelschaltungen bestehen,
  • unterschiedlichste Verkehrsteilnehmer mit ganz unterschiedlichen Fahrzeugen auf dichtestem Raum zusammengeführt werden,
  • wenn Straßenverkehrsraum dominant "Rollraum" für motorisierte Fahrzeuge ist, ohne in der Geschwindigkeit aufeinander abgestimmt zu sein, und
  • so lange Verkehrsbauten, Signalanlagen und Markierungen ein vorausschauendes Fahren mit verfügbaren Pufferzonen für kommunikative Interaktion vermissen lassen,

dann dürfen sensor-technische Erweiterung nur eine Übergangslösung sein.  Denn Technik beim Abbiegen (Blinker, Handzeichen, "Sichtkontakt") wird nicht besser und sicherer, wenn der Tote Winkel dann - praktisch - immer noch weiter besteht.

Abbiegeassistenten können den Toten Winkel nur sichtbar machen - aber nicht „wegzaubern“

Daher lautet für jeden redlichen Verkehrssicherheitsplaner das Kredo: Nicht den „Toten Winkel sichtbar machen“ und Hilfsmittel zum hineinschauen entwickeln, sondern den Winkel verbannen, auflösen und entfernen. Das schafft langfristig effiziente Verkehrssicherheit.

Sich für die Abschaffung des Toten Winkel einzusetzen ist grundlegend und wesentlich für die Strategie der Vision Zero. Grundlegend und radikal. Denn alles andere ist weniger wirksam du nur ein Winkelzug. Null Unfälle bedeutet beim  Toten Winkel, die Toten Winkel verbundenen und gravierenden Risiken grundsätzlich und in Form einer „Wurzelbehandlung“ zu eliminieren. Die Maßnahmen der Grundbehandlung folgen daher nach folgendem „Behandlungs“-Plan: Zuerst gefährliche Kreuzungen sanieren und den „Toten Winkel“ entfernen,  danach kann dann auch der Stand der fahrzeug-technischen  Ausstattung modernisiert werden. So wird dem Flächenprinzip genüge getan. Erst anschließend folgt eine Vielzahl von idividuellen Lösungen an den Fahrzeugen für mehr Sicherheit anderer Teilnehmer am Verkehr.

Kurvenassistenten, Steigungs-Support-Systeme und Kreuzungsdetekoren

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Der „Tote Winkel“ ist eine bauliche Herausforderung für den Straßenbau. Bei vielen anderen, üblichen Anforderungen für sichere Straßen und Wege wird bereits nach dem Prinzip der Risikominimierung mit baulichen Lösungen auf erkannte Gefahren hin reagiert. Zu Vermeidung ganz bestimme Konflikte im Verkehrswegebau liegen „einfache“ Lösungen auf der Hand:

  • Wenn eine Kurve zu eng ist, soll der Radius erweitert werden.
  • Wenn ein Streckenabschnitt zu steil ist, soll der Abschnitt flacher gestaltet werden
  • Wenn ein Überweg fehlt, soll eine Furt (Zebrastreifen, Ampel) für Fußgänger und Radfahrer eingerichtet werden.

Diese Reihe lässt sich beliebig fortsetzten. Daher ist die Forderung zur Abschaffung des Toten Winkels keine unrealistisches Denken und erst recht kein „wünsch dir was“ :

  • Wenn ein „toter“ Winkel (kleine, sehr spitzer Winkel) besteht, soll dieser Winkel ausgedehnt und vergrößert werden. 

Daher ist eine klare, eindeutige und unmissverständliche Forderung für den „rechten Winkel“ ein zukunftsweisende Antworten zur Diskussion um Gerechtigkeit, Nachhaltige und Sicherheit im Verkehr. Mehr „ge-rechte“ und sichere Winkel im Straßenverkehr! Dazu gehört die letztlich alternativlose und unverzügliche Abschaffung des „Toten Winkels“ auf den Straßen. Alle Winkel, so ein geometrisches Grundverständnis, die eine Sicht-Beziehung von Teilnehmenden am Verkehr verhindert oder erschwert, sollen „verschwinden“ werden. Ob dazu ein Verbot oder  eine andere passende Regelung zur raschen baulichen Abschaffung  förderlich ist, ist nicht entscheidend. Viel wichtiger sind dauerhafte und „immerwährende“ Lösungen in Form von passenden baulichen Anlagen für den Verkehr, in denen dann, unter anderem, auch „nach rechts“ sicher abgebogen werden kann. Nicht die Fahrzeuge werden ertüchtigt auf Gefährdungen mit Hinweisen und Signalen zu reagieren um Sicherheit zu erhöhen, sondern die Fahrbahnen und Wege werden bei Fehlausrichtung von Spuren (Spurfehler) dauerhaft verändert: Durch Verschiebung und Verlagerung für Sicht-verbessernde Kreuzungsverkehr. Hierzu sind „Sichtfelder“ freizuhalten und neue freue Sichtfelder für alle Arten der sich begebenden Verkehre zu schaffen, damit sowohl querende Fahrzeuge als auch abbiegender Längsverkehr rechtzeitig erkannt wird. Für „Wartepflichtige“ sollen bauliche Lösungen vor Furten geschaffen  werden, die mindestens 20 m, in der Regel jedoch 30 m weit eingesehen werden können (siehe Empfehlungen für Radverkehrsanlagen, ERA 95). Das schließt  Vorgabe mit ein, vor Einmündungen  auf einer Länge von mindestens 20 m keinerlei die Sicht behindernde Einbauten zu platzieren. Diese Aufforderung beinhaltet auch die Regel zur Vermeidung fahrbahn- und spurbezogener Sichtbehinderungen. Die Verkehrsführung an Einmündungen und Kreuzungen ist daher Sicherheit beizumessen, um an Knotenpunkte gefährlichen Konfliktsituationen zwischen den verschiedenen Verkehrsteilnehmenden zu verhindern.

Smarte Wege anstelle digitaler Technik

Auch in anderen Situationen bestehen „Tote Winkel“ oder äußerst schlechte Bedingungen für die Sicht auf den Verkehr. Tiefgaragen-Ausfahrt? Einfahrt zur Tankstelle? Straßenbahn auf der Überholspur?

Es ist nicht einsehbar das fehlende Sicht nur über die Schiene „Technik“ (Spiegel, Brille, Ampel) erörtert wird.
Die viel grundlegendere und dauerhafte Möglichkeit ist eine bauliche Lösung. Der Straßenbau und dessen Kreuzungsdesign verfügt über viele sichere Varianten der flächig ausgestaltete Einfahrten, Furten und Kreuzungen ohne zusätzlich Technik.

Es gilt Sicherheit durch nachhaltiges Bauen im Kreuzungsbau Vorrang zu geben. Damit kann verhindert werden teure und aufwendige Anpassung (Adaptation) betreiben zu müssen. Die technische Kompensation von Baumängeln ist wohl weder im Tief-, im Hoch- noch im Straßenbau wirtschaftlich.

Der Tote Winkel ist nicht "tod" sondern "tödlich"

Lupe

Der angeblich „Tote Winkel“ ist auch ein praktische Beispiele für den Unterricht. Kommt  der Winkel in der Mathematik vor? Welche Rolle spielt dieser Winkel in der Geometrie und der  Winkelberechnung im Unterricht oder bei den Hausaufgaben? Wie wird der Winkel in der Erdkunde behandelt? Lernen Schülerinnen und Schüler diese Flecken im Verkehr und den Infrastrukturen zu erkennen. Wird in den Sozialwissenschaften das Thema „menschengerechter Winkel“ bei den Bedürfnissen nach Fortbewegung, Beförderung und Transport angesprochen?  Wird bei der Technik, von anfahren, bremsen und lenken auch über die Kommunikation mit  anderen Verkehrsteilnehmende über Blicke und Zeichen diskutiert? Und: Wird  im Deutschunterricht oder in der Philosophie die Frage errötet: „Warum musste dieser Winkeln sterben?“

Nicht  dem Abbiegeassistenten gehört die Zukunft, sondern „gutwinklige“ Kreuzungen, ebenso wie Einfahrten und Ausfahrten, die baulich so gestaltet sind, das die Winkel, in denen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Verkehr darin unterwegs sind, immer mit-, unter- und aufeinander in Bezug sind. Nicht „Spitz auf knapp“ sondern „weit und gutwinklig“ soll das Motto lauten.

Ansatz für Vermeidung: Straßen-Nutzung für Logistik gestuft nach Fahrzeugen

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Mit Mitteln der Steuerung von Fuhrpark und Zentren des Güterumschlags, innerhalb der Logistik, kann das  Frachtgut innerorts fahrrad- und fußgängerfreundlicher befördert werden: Durch unterschiedlich Arten von Fahrzeugen in jeweiligen Siedlungsgebieten. Vor allem bei der Größe der örtlich erlaubten Fahrzeuge besteht großer und einfach umsetzbarer Handlungsspielraum.

Wenn große Fahrzeuge ausschließlich die Güterverteilzentren außerhalb von Stadtgebieten anfahren und von dort aus gezielt kleinere Fahrzeuge den Transport fortsetzen. Gegebenenfalls mit weiter einer nochmals oder mehrfach gestuften Verteilung über jeweilige Logistik-Ketten, mit den passende Transportfahrzeugen.

Durch die Abwesenheit von "Schwerlastfahrzeugen“ können bestimmten Unfälle und Beinaheunfälle vermieden werden (siehe Institute for Road Safety Research (SWOV) (10.2012): Blind spot crashes. SWOV Fact sheet. URL: file:///C:/Users/UR3/Downloads/fs_blind_spot_crashes_archived.pdf). Dort wo der Verkehrsraum eng ist und wenig "Spielraum" zur Vermeidung von Toten Winkeln besteht, kann mit der Verkehrssteuerung über die  Höhe und die Breite von Fahrzeugen vorgebeugt werden.

Forderung an die Politik, die Planung und an die Technik

Eine Forderung an die Akteure aus Politik und Planung sowie an die Erfinderinnen und Entwickler von Technik lautet daher: Rottet den „Toten Winkel“ aus! Schafft den „Guten Winkel.

Leider geht das nicht mit Fahrzeugtechnik! Das geht über bauliche Änderungen in der gesamten Fläche der Verkehrsinfrastruktur. Daher ist mehr MINT in der Verkehrsdebatte erforderlich; nicht ausschließlich in Bereichen rund um „Sensoren- und Automatisation“, sondern mehr in der Anwendung der Grundlagen aus Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik: Hier als eine Rückbesinnung auf einen Straßen- und Verkehrswegebau der alle Verkehrsteilnehmenden betrachtet und allgemein gültige, dauerhafte und letztlich kostengünstige Lösungen bereitstellt. „Abbiege-Assis“ durch Abbiegeassistenten zu unterstützen ist dabei nur ein Tröpfen auf die Verkehrsströme der Zukunft. Mit einer Gießkanne voll Wasser, hier in Form von großzügigen und breiten Winkeln in allen Kreuzungen, Ein- und Ausfahrten, kann das Problem mit dem Toten Winkel abgeschafft werden. Wo der Winkel nicht abgebaut werden kann, helfen oftmals einfache Spiegel, beispielsweise direkt an den Masten der Ampeln. Dann kann unter Umständen der Fahrradfahrer oder der Fußgänger durch den Spiegel in das Führerhaus des Lkw blicken und sich beide „freundlich zuwinken“ und das „auf Vorfahrt verzichten Zeichen geben“.

Toter Winkel auf dem Wasser

P.S. den „Tote Winkel“ gibt es auch auf Wasserstraßen für Schiffe (siehe https://www.varendoejesamen.nl/storage/app/media/downloads/DE_sicherheid-auf-wasserwegen.pdf)

Zusatzinformationen / Extras

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Dipl. Geogr. Michael Hüllenkrämer
(0152) 072 90 584
Cranachstr. 7

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