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Biomobilität trifft Bioökonomie

Eine Referenz zur Bewerbung um die Teilnahme am Deutschen Nachhaltigkeitspreis Forschungen 2020, dem Ideenwettbewerb „Urbane Bioökonomie“, sowie als Begleitmaterial für den "optionalen Upload".

Die Biomobilität mit Freien Lastenrädern als Element der Bioökonomie gestalten und verbreiten

Donnerstag, 30. April 2020

Die Biomobilität im Wissenschaftsjahr 2020 der "Bioökonomie" kann in einer biobasierten Wirtschaftsweise mit dem Transportangebot an Freien Lastenrädern ausgestaltet werden. Mit Biomobilität der Freien Lastenrädern kann unser Bedarf an Rohstoffen, Produkten und Dienstleistungen nachhaltig transportiert werden.

Im Verkehr der Biomobilität mit Lastenrädern, insbesondere mit der Methode der Freien Lastenräder, geht es darum, neben fossilen und mineralischen Stoffe, vor allem auch biogile Produkte umweltverträglich zu transportieren. Die Biomobilität mit Freien Lastenräder ist ein Bindeglied für Innovationen der Bioökonomie. Mit Biomobilität wird ein ökologisch, ökonomisch und sozial nachhaltiger Verkehr ermöglicht, der sich als Teil von Wirtschaft im Allgemeinen ausgestalten lässt und bestens zur Bioökonomie passt.

Urbane Biomobilität stärkt die Bioökonomie

In der Haushaltswirtschaft, in der Bauwirtschaft und in den Unternehmen der verschiedenen Branchen, die in einem Siedlungsraum oder einer Stadt wirken, entstehen Stoffe und Materialien, die üblicherweise als Abfall bezeichnet, deklariert und fachgerecht verwertet oder entsorgt werden.

Die Lebensumstände von Menschen in der "urbanen" Stadt oder dem "ruralen" Dorf führen in unserer derzeitigen Art und Weise des Wirtschaftens zu teils gigantischen Mengen an verschiedensten Roh- und Reststoffen. Ein Teil davon sind potentiell biologische Ressourcen. Für diese Stoffe gilt es biologische Kreisläufe zu finden und zu schließen. Ziel ist die nachhaltige Versorgung mit biologischen Ressourcen. Die Versorgung mit Dingen für das Leben aus der Welt der Biologie; wie Lebensmitteln, pflanzlichen und tierischen Textilien, Holz, sowie Pflanzen und Tiere. Gleichermaßen gilt es auch die "Entsorgung" zu betrachten.

Es ist wichtig die Ver- und Entsorgung miteinander zu koppeln. Die Ver- und Entsorgung als Ganzes zu sehen, ist eine gute Herangehensweise. Überall dort, wo die Verbindungen von Ver- und Entsorgung gekappt sind, gilt es diese wieder neu zu knüpfen. Es gilt beide Seiten für den Stoffstrom miteinander zu verweben. Die Stoffe und Produkte der Ver- und Entsorgung sind sehr vielfältig: Ob Lebensmittelreste, Schnitt- oder Verarbeitungsreste, oder „echter“ Lebensmittelabfall, sowie Abwässer, Fäkalien (Toilettenabwasser, Windeln), Baum- oder Grünschnitt, abgenutzte Funktionstextilien, Textilreste aus der Produktion, verbrauchte Stoffe und Gewebe, abgetragene Kleidung und vieles andere aus der Welt der biogilen Produkte. Hierzu gibt es die Regel "Bio zu Bio" (zu-) führen, sei es als Down-, Re- oder Upcycling. Aus der Regel kann auch ein Motto für die Kreislaufwirtschaft der Bioökonomie entstehen.

Mit der Methode "Freie Lastenräder" lassen sich Einbahnstraßen in Richtung Deponie, nicht nur in Kreisverkehre umwidmen, sondern gänzlich neu organisieren. Abfall muss nicht sein - es rollt auch anders! Deshalb sind passende Fahrzeuge und eine bio-intelligente Logistik der Ver- und Entsorgung nötig. Die Freien Lastenräder können in der urbanen Biomobilität daher als ein Element der Bioökonomie aufgegriffen werden.

Die Menschen in einer Stadt, die ihre biologische Stoffe, gemäß des Ansatzes von Cradle2Cradle (C2C) immerfort zirkulieren lassen, die dazu beitragen, das die Weiterverwendung von organischen Stoffe intelligent gelenkt und geleitet wird, tragen zur Nachhaltigkeit bei. Es gilt die biologische Qualität von Stoffen bestmöglich zu nutzen. Nach dem Ansatz aus dem C2C, ebenso nach der Vision der „urbanen Bioökonomie“, gehört dazu „(…) eine Stadt als engmaschiges System großer und kleiner Kreisläufe und Stoffströme, in denen nichts vergeudet wird, mit denen sogar Geld verdient oder gespart werden kann.“ zu entwickeln. Das braucht es Transportkapazitäten, zum  Beispiel Freie Lastenräder.

Eine Stadt, die Nahrungsmittel beispielsweise mit Urban Farming selbst produziert und dabei auf eine effiziente Transport setzt, wird mit ganzheitlicher Nachhaltigkeit belohnt. Werden biomobile Logistik und bioökonomische Kreislaufsysteme genutzt, trägt wesentlich zur Nachhaltigkeit bei.

Eine Stadt, in der "coole" Fahrzeuge der Biomobilität genutzt werden und dies durch ein einfaches Portal für Freie Lastenräder ergänzt wird, kann darüber viele Transporte und die bedarfsorientierte Verteilung und Nutzung von Ressourcen dezentralisieren. Dazu kann das Knowhow der lokal agierenden Akteure genutzt werden, um echten Mehrwert zu schaffen.

Im Ideenwettbewerb „Urbane Bioökonomie“ wird nach der Entwicklung neuer Konzepte zur Produktion, Nutzung und Verwertung von biologischen Roh- und Reststoffe, wie z.B. Lebensmittel(-resten) oder Grünschnitt, Ausschau gehalten: „Bei einem innovativen Umgang mit allem, was bisher als biologischer Rohstoff in die Stadt hineinkommt oder als Abfall die Stadt verlässt.“ Schon jetzt ist Biomobilität mit Freien Lastenrädern eine Katalysator für Bioökonomie. Auf ganz besonders vielfältige Art und Weise. Das soll mit der eingereichten Problem "Transport" und der Methode "Freie Lastenräder" für Lösungen aufgezeigt und erzählen werden. Mehr Biomobilität für diversifizierte und vollständige Bioökonomie.

Biomobilität und Bioökonomie sind ein Kooperationsprogramm für die Zukunft

Für eine nachhaltige Zukunft kann der Wandel hin zu einer biobasierten Produktions-, Arbeits- und Lebensweise durch biomobile Mobilität unterstützt werden. Der Wandel hin zu Bioökonomie ist auch ein Wandel zu nachhaltiger Mobilität!

Die Expertinnen und Experten für das Lastenrad sollen sich zusammenschließen und mit den Bürgerinnen und Bürger das Prinzip der Freie Lastenräder fördern. Über den gemeinsamen Prozess, der mit Freien Lastenrädern einhergeht, kann die gesamte Zivilgesellschaft aktiv beteiligt werden. Die Verkehrswende und der Wandel durch Bioökonomie kann sich mit Freie Lastenräder viel rascher vollziehen, als es ohne diese Fahrzeuge der Fall wäre. Die biobasierte, nachhaltige Wirtschaftsweise kennt schon den Wert von Lastenrädern. Eine starke Umstellung des Verkehrs auf die Potentiale der freien Lastenradmobilität ist eine aktuelle Herausforderung.

Mit vielen, dezentralen freien Lastenrädern lässt sich eine moralische Verpflichtung lösen: Auf der einen Seite genügend Nahrungsmittel für alle Menschen produzieren, und auf der anderen Seite diese im nachhaltigen Transport- und Logistik-Verbund mit Freien Lastenrädern transportieren. Damit werden Potentiale der Biomobilität geschöpft und dem Klimawandel begegnet, Pflanzlicher Rohstoffe möglichst biomobil in dezentralen Infrastrukturen mit Freien Lastenrädern eigen-dynamisch von lastenrad-affinen Haushalten distributiert.

Die Zielkonflikte im räumlichen Kontext der Bioökonomie können mit biomobilen Angeboten an Fahrzeugen der Freie Lastenräder für den Transport gemindert werden. Die geschieht mit ein wenig Informationstechnik über Online-Portale zum Buchung der Freien Lastenräder. Mit den Freie Lastenräder zum Ausleihen wird zum Mitmachen bei der Biomobilität einladen. Die Wissenschaft kann insbesondere zur akademischen Begleitung und Evaluation beitragen. Daneben kann die Forschung fördernd einbezogen werden. Die  Politik kann die Potentiale von Freien Lastenrädern vermitteln. Die Bürgerinnen und Bürger können, neben der Wirtschaft, zur gemeinsamen nachhaltigen Entwicklung durch das "Lastenrad fahren" (Cargoride) beitragen.

Freie Lastenräder haben derzeit noch eine Nischenfunktion in der Biomobilität. In einer nachhaltigen, biobasierten Wirtschaftsweise können verbreitete und gut diversifizierte Freie Lastenräder ein Treiber und Katalysator für Innovationen sein. In diesem Bereich der Bioökonomie sind Bürgerinnen und Bürger bereits heute Teil des sich vollziehendem Wandels. Über Freie Lastenräder stehen Bürgerinnen und Bürger im Dialog mit der Wissenschaft und im Austausch mit der Forschung.

Freie Lastenräder sind ein hervorragendes Mitmachtformat in diesem Wissenschaftsjahr.

Pflanzen sind in der Mobilitätsforschung ein Instrument für mehr Nachhaltigkeit

Wer mit dem Begriff Bioökonomie auch die Bäume, Sträucher, Kräuter und Gräser entlang von Straßen und Wegen denkt, der hat Nachhaltigkeit verstanden. Wunderbare Pflanzenvielfalt an innovativen Straßen und Wegen sind ein Thema für die nachhaltige Mobilität. Eine nachhaltige und zugleich grüne Verkehrsinfrastruktur ist eine nicht zu unterschätzendes quantitatives Element in der Flächennutzung. Im Rahmen einer biobasierten Wirtschaft gilt es moderne Infrastrukturen mit biologisch-ökologischem Mehrwert zu etablieren. Dazu gehören neuen Methoden und qualitative Standards der Bepflanzung und biologischen Nutzung, beispielsweise für Alleen, für Baumscheiben und die intelligente Nutzung von ökologisch hochwertigen Straßenbegleitflächen.

Mit einem transdisziplinären Ansatz und einer Vielzahl von Perspektiven kann nachhaltige Mobilität an einem integrierten Umweltverbund für Transport und Beförderung , ausgerichtet werden. Mit dem Beitrag der Biomobilität, der viel Mikromobilität enthält, kann ein neuer Baustein für nachhaltige Entwicklung entwickelt werden.

Im Real-Labor der Fahrradmobilität mit Freien Lastenrädern, auf kommunalen Straßen und Wegen, können klimatische und umweltbezogenen Wirkungen, in einem Monitoring und der Dauerbeobachtung, forschend begleitet werden. Welche widerstandsfähigen, standortgemäßen und nützlichen Pflanzen sind gut für Straßen, Wege und die Nachhaltigkeit? Wie tragen grüne Straßen und Wegen zur Vermeidung oder Minderung von Dürre, Krankheiten und Schädlingen bei?

Auch Straßen und Wegen können zum Umweltschutz beitragen und den Rückgang der Artenvielfalt bremsen.

Lebendiger Boden ist ein Kernfaktor nachhaltiger Mobilität

Der versiegelte Boden ist, im wahrsten Sinne, die Grundlage für attraktive Verkehrsinfrastrukturen. Die Bodengesundheit und die Stoffkreisläufe in der Pedosphäre sind ein Thema der nachhaltigen Mobilität! Mit jedem Quadratmeter an Verkehrsfläche wird gesunder, fruchtbarer Boden auf der äußerste Schicht der Erdkruste auf eine besondere Art und Weise ökonomisch genutzt. Nicht ökologisch für die Pflanzenproduktion, sondern essenziell für benötigten Verkehr. Aus der Perspektive der Bioökonomie gibt es den Blick auf den Boden unter dem Belag für Verkehrs- und Radwege.

Entsiegelung, bodenfreundliche Verkehrsinfrastruktur und passiver Bodenschutz durch aktive Biomobilität

Mit Boden achtsam umgehen bedeutet Vermeidung von Verschmutzung, Reduktion von Verdichtung, Rücknahme von Versiegelung, Verringerung von Verlust an fruchtbarem Boden. Über neue Methoden und Konzepte der Biomobilität können Böden unter - und neben - den Infrastrukturen des Verkehrs vielerorts entsiegelt, revitalisiert und nachhaltig genutzt werden. Es gilt mit der sanften Nutzung der Böden rechts und links der Fahrbahn zu beginnen. Dazu gibt es die Regel: Böden an der Fahrbahn in den Funktionen weniger zu beeinträchtigen als üblich, verbliebene Funktionen der Böden fördern und nutzen.

Die zentrale Aufgabe lautet daher, wie Verkehrsinfrastrukturen zugleich bodenfreundlicher und pflanzentauglicher errichtet und betrieben werden können. Können Böden an Straßen und Wegen gleichzeitig geschützt und nachhaltig für Nebennutzungen ertüchtigt und wertgeschätzt werden? Um dies zu beantworten können Fragen zur Nachhaltigkeit gestellt werden: Welche Bäume an Radwegen spenden den besten Schatten? Welche Bauart von Radwegen fördert Versickerung und Wasserhaltevermögen? Wie kann die Biotopvielfalt und Nutzungsdurchmischung von Begleit- und Schutzstreifen an Straßen und Wegen entwickelt werden? Welche günstigen Nutzpflanzengesellschaften und welche nutzbringenden Androsole können zusammen mit Straßen und Wegen geschaffen werden?

Mikroorganismen und Technologietreiber zusammen mit der Biomobilität

Wenn Bakterien, Algen, Flechten und sonstige Mikroorganismen zum Treiber von Technologie werden, dann kann auch umgekehrt die Technologie des Commons Booking (Buchungsportal) mit den Fahrzeugen der "Freie Lastenräder" zur Doppelsieg-Strategie von Biomobilität und Bioökonomie beitragen.

Gemeinsam kann das Ziel, bei dem alle Beteiligten und Betroffenen einen nachhaltigen Nutzen erzielen, erreicht werden. Das wäre besonders nachhaltig. Wie wäre es, wenn biogile Kleidungsstücke mithilfe von Lastenrädern über alle Umschlagstationen, vom Shop, über den Flohmarkt, bis hin zum Recycling, nachhaltig transportiert werden?

Biomobilität bedeutet, anstelle fossiler Rohstoffe zum Antrieb, mehr und mehr muskelbetriebene, dezentrale praktische Fahrzeuge der Bio und Mikromobilität bereitstellen. Dies kann vielen Bereichen helfen, die üblichen Probleme des Transports von Produkten auf umwelt- und klimafreundlicher Basis zu lösen.

Wenn biobasierte Stoffe zu wertvollen Stoffen für Verbraucherinnen und Verbraucher werden sollen, dann können ubiquitär vorhandene Freie Lastenrädern dazu beitragen, das diese Stoffe auch bei Ihnen auf umwelt- und klimafreundliche Art und Weise ankommen.

Freie Lastenräder können ein elementarer Baustein für Stoffkreisläufe und Kaskadennutzung von biogilen Ressourcen sein. Sogar Lastenräder selbst, können aus klassischen und innovativen biologischen Bauteilen gefertigt werden

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Biomobilität trifft Bioökonomie

Die Biomobilität mit Freien Lastenrädern als Element der Bioökonomie gestalten und verbreiten

 

 

Texte, auf die Bezug genommen wird:

Stiftung DNP (2020): Ideenwettbewerb „Urbane Bioökonomie“

Stiftung Deutscher Nachhaltigkeitspreis (2020): Ideenwettbewerb „Urbane Bioökonomie“. URL: https://www.nachhaltigkeitspreis.de/forschung/

BMBF (2020): Mehr zu Bioökonomie

Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) (2020): Mehr zu Bioökonomie:

Pflanzenvielfalt und Innovation, Bodengesundheit und Stoffkreisläufe,Mikroorganismen und Technologietreiber und Bioökonomie und Wandel. URL: https://www.wissenschaftsjahr.de/2020/


Projekte ...

Es gibt einen gemeinsamen Nenner in Form von Projekten ...

Veranstaltungen ...

Hinweis auf Veranstaltungen ...

Makeathon Urbane Bioökonomie 2020

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Hier gibt es Information zum "Makeathon Urbane Bioökonomie", der virtuellen Veranstaltung zur nachhaltigen Forschung im Rahmen des Deutschen Nachhaltigkeitspreises Forschung im Jahr 2020. mehr zu: Makeathon Urbane Bioökonomie 2020

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