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TU Berlin

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Fahrradwege in Farbe, Folge 5

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Eine lose Folge von Hinweisen und Anmerkungen von Cargoride zum Einsatz von Farbe bei Radwegen: Hier die Folge 5. Eine Spezial-Folge zum Thema allgemeine Kunst und aktuelle Forschung.

Übersicht

Kunst auf der Straße - Straßenkunst

Donnerstag, 02. Juli 2020

Das Team vom SAI-Lab gratuliert der Forschungsgruppe „Dimensionen der techne in den Künsten"  für die Bewilligung dieser DFG-Forschungsgruppe mit der damit verbundenen Förderung! Wie wir in den TU News lesen besteht die Forschungsgruppe aus der Kooperation von TU Berlin, Technischer Universität Dortmund, Goethe-Universität Frankfurt/Main und der Universität Konstanz, und deren erste Sprecherin Prof. Dr. Magdalena Bushart, Leiterin des Fachgebietes Kunstgeschichte an der TU Berlin, und deren zweite Sprecherin Prof. Dr. Karin Leonhard, Professorin für Kunstwissenschaft/Kunstgeschichte an der Universität Konstanz.

Auch wir im Real-Labor befassen und forschend und gestaltend mit Kunst. Wie wird die Kunst im Öffentlichen Raum gedacht und gemacht. Mit dem speziellen Thema der Straßenkunst, hier wortwörtlich der Kunst auf der Straße, befassen wir uns in dieser Rubrik. Längere Zeit haben wir hier nichts veröffentlicht, doch ist das Spektrum fotografisch dokumentierter Straßenkunst zugleich in der Breite und auch der Anzahl gewachsen. So greifen wir die Gratulation auch gerne dazu auf, auf unsere Art und Weise die „Dimensionen der techne in den Künsten“, aufzugreifen. Wie freuen uns über diese Ansatz und sind darüber zugleich inspiriert einen Beitrag für breite Erörterung zu leisten.

Während sich die Forschungsgruppe „Dimensionen der techne in den Künsten" nun mit dem "Machen" beschäftigen wird, wie zu lesen ist: "In sechs Projekten geht es um künstlerische Werkprozesse und um die Faktoren, die sie ermöglichen." wollen wir hier in dieser Rubrik in den nächsten drei Jahren ausgewählte Beispiele der Straßenkunst vorstellen.

Wie im Forschungsprojekt - das finden wir sehr spannend - wir für die Straßenkunst auf ein bestimmten Werkzeugkasten an Techniken und Materialien zurückgegriffen, der für die Produktion zum Einsatz kommt. Dazu sind die Verfahren ausgewiesen technischer Natur. auch da dazu benötigte und eingesetzte Wissen über die jeweiligen Verfahren, sind für da Ergebnis der Straßenkunst prägend.

Auch die Straßenkunst wird mannigfaltig in Texten und Illustrationen wieder- und weitergegeben. Die  Kunsttheorie der technischen Gestaltung des öffentlichen Raum mit skulptierter Form und akzentuierter Farbe (u.a. Pigmente, Licht) ist, zugegeben, ein neuartige und ungewöhnliche Betrachtung. Daraus schöpfen wir im SAI-Lab aber genau die innovativen und kreativen Maßstäbe für Beurteilung und Bewertung von technischen Leistungen, die uns alle betreffen. Was erzählt die Architektin oder die Straßenbauarbeiterin über die geschaffene Straßenkunst? Gibt es diesen Narrativ überhaupt? Von wem wird die öffentliche Straßenkunst als zugleich technisches und künstlerisches Handeln erfasst und gewürdigt? Straßenkunst hat immer eine technische Bedeutung. Wie stark ein Kunstwerk auch künstlerisch aufladen ist, zeigt in der Regel die Nutzung durch die Menschen im Verkehr. So beschäftigen wir uns im SAI-Lab in verschiedenen Projekten etwa mit der Umsetzung von Fahrradwegen und sicheren Kreuzungen. Diesem Prozess gehen zeichnerische Entwürfe voraus. Der Zugang zu oftmals sehr kostenintensiven Normenwerken geht dann, mitunter als Geheimwissen, in die bauliche Gestalt über. Mehr oder weniger gute handwerkliche Standards oder mit viel künstlerischer Freiheit bestimmte daher die Ausformung; vertikale und horizontale Gestaltung und die visuell-taktilen Ausstattung mit Markierungen und symbolischen Hinweisen.

Ziel der Arbeit ist es, künstlerische Produktion als Trias von praktischem Tun, konzeptuellem Wissen und kultureller Verortung zu erfassen und daraus methodische und theoretische Modelle für die Beschäftigung mit dem Kunst-Machen zu entwickeln, schreibt die DFG-Forschungsgruppe. „Um dieses Zusammenspiel in seiner Veränderlichkeit beschreiben zu können, haben wir den griechischen Begriff ‚techne‘ gewählt. Er umfasst nicht nur die beiden Bereiche Kunst und Technik, die im Deutschen meist getrennt verhandelt werden, sondern darüber hinaus Aspekte wie die routinierte Handhabung von Werkzeugen oder die Reflexion über das Können, das sich im Artefakt manifestiert“, sagt Prof. Dr. Magdalena Bushart.

Da gibt es Verbindungen und Überschneidungen mit der Arbeit im Reallabor des SAI-Lab. „Die künstlerische Qualität der Straßenkunst als transdisziplinäre Gebilde aus praktischem Farbauftrag (Straßenmarkierung), infrastruktur-technischem Wissen und kulturell-normativer Nutzung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer in der Fortbewegung zu erfassen und daraus konkrete Methoden und praktische Lösungen für die Verbesserung und nachhaltige Entwicklung von Mobilität zu schaffen, die eine Verbindung von Kunst-Technik bildet“ sagt Michael Hüllenkrämer.

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Adresse:

SAI-Lab, c/o TU Berlin
https://www.chemie.tu-berlin.de/sai_lab
Straße des 17. Juni 135
10623 Berlin
Website
www.sai-lab.de

Ansprechpartner im SAI-Lab:

Dr. Franz-Josef Schmitt
(0345) 55 - 25523
Von-Danckelmann-Platz 3

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Dipl. Geogr. Michael Hüllenkrämer
(0152) 072 90 584
Cranachstr. 7

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