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TU Berlin

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Die radKAP Methode

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Das Projekt "radKAP" ist eine Methode für fahrradfreundliche Knoten, Streckenabschnitte und Parkmöglichkeiten. Mit der Methode können Situationen des Fahrradverkehrs als Grundlage für die Ausarbeitung von Vorschlägen für mehr Fahrradfreundlichkeit dokumentiert werden.

Ein Projekt aus dem SAI-Lab ...

Das "radKAP" ist ein Projekt aus dem SAI-Lab.

Knoten, Abschnitte und Parkmöglichkeiten

von Michael Hüllenkrämer
SAI-Lab / Wheels, Ways & Weights

Wir stellen der TU Berlin und allen anderen Akteuren, die sich für eine nachhaltige Fahrradmobiltät engagieren, eine einfache Methode vor: radKAP.

Für die fahrradfreundliche Umgestaltung von Knoten (Kreuzungen), Streckenabschnitten und Parkmöglichkeiten kann mit radKAP rasch eine Dokumentation erfolgen. Mit radKAP lassen sich die Situationen des Fahrradverkehrs an bestimmten Orten systematisch erfassen. Damit kann radKAP die Grundlage sein um aus den Situationsbeschreibungen konkrete Vorschläge zur Verbesserung auszuarbeiten.

Als Teil einer nachhaltigen Entwicklung ist radKAP im Bereich der Mobilität eine Methode. Mit radKAP können jeweilige Aspekte für die fahrradfreundliche Entwicklung dokumentiert werden. Daraus lassen sich zielführenden Vorschläge ausarbeiten werden. Die Kombination von Erfassung (IST) und Planung (SOLL) kennzeichnet den integrierten Ansatz von „radKAP“. 

Dabei steht in der Abkürzung „rad“ für alle Elemente von Fahrradfreundlichkeit und Radmobilität, während die drei Buchstaben KAP stellvertretend für die verkehrsbezogenen Situationen „Kreuzung“, (Strecken-) „Abschnitt“ und „Parken“ stehen.

Die Methode radKAP

Die Situationen des Fahrradverkehrs wird in der öffentlich verfügbaren „DGK 1:5000 Farbe“ in einem Bildschirmfoto (Auszug) gekennzeichnet, mit Angaben aus der Karte bezeichnet und somit kartografisch wiedergegeben.

Mit Hilfe dieser Karte oder eines zusätzlichen Luftbildes kann die aktuelle Situation für den jeweiligen Fahrradverkehr, eineseits mit Linien (und Pfeilden) der Verlauf der Route oder des Fahrweges und anderereits mit Punkten oder Kreisen die Orte oder Bereiche entlang eines Fahrweges oder zu einer Parkmöglichkeit illustriert werden.

Methode radKAP: K = Kreuzung (Knoten)

Mit einer Nummerierung der Kreuzungseinfahrten („K“) kann dann reihum die jeweilige Fahrtsituation mit „g“ für geradeaus, „r“ für rechtsabbiegen und „l“ für linksabbiegen kodiert werden. Zu jeder Kreuzungseinfahrt mit den drei Fahrtsituationen (F) kann eine Beschreibung der „Situation“, des „Problems“ und dem Ansatz für eine Lösung erfolgen. 

In einem Kartenausschnitt oder in einem Luftbild kann die aktuelle Situation im Knoten für die jeweiligen Kreuzungseinfahrten und Fahrtsituation (KF) eingetragen werden. Bei einer Kreuzung mit vier Fahrwegen und jeweils drei Fahrtsituation ergeben sich daraus maximal zwölf (12) Linien auf der Fahrbahn für die Radfahrenden, die beschrieben werden können. Bei einer Kreuzung mit mehr als vier Fahrwegen werden entsprechend weitere Kreuzungseinfahrten hinzugefügt.

Methode radKAP: A = Abschnitt

Mit einer Nummerierung des Streckenabschnitts nach den Fahrtsituationen, werden die Hinweise für den Weg für Radfahrende eingetragen .

Die die aktuelle Situation auf einem Streckenabschnitt kann ebenfalls, mit der vergebenen Nummerierung, in einem Kartenausschnitt oder in einem Luftbild eingetragen werden. Bei der Nummer für einen Streckenabschnitt ergeben sich, je nach Gliederung des öffentlichen Raums unterschiedlich viele Wege, mindestens jedoch zwei Fahrwege, einer je Hauptrichtung, der ausgewählten Straße die beschrieben werden können. Ein von der üblichen Straße vollständig unabhängiger Radweg wird ebenso nummeriert und beschrieben. 

Methode radKAP: P = Parkmöglichkeit

Die aktuelle Situation über verfügbare Fahrradabstellanlagen und sonstige Parkmöglichkeit kann mit einer Nummerierung im Kartenausschnitt oder im Luftbild eingetragen werden. Bei der Nummer werden zunächst die direkt auf der Straße oder Rand der Straße vorhandene Parkmöglichkeit beschrieben. Anschließend können, je nach Freiflächen, sowie der bereits vorhandenen Möblierung des öffentlichen Raums, zusätzliche Fahrradabstellanlagen beschrieben werden. Bei der Beschreibung der Parkmöglichkeit kann grundsätzlich nach wilden und möblierten Fahrradabstellanlagen, sowie nach offenen (unbedachten), (über-) bedachten und geschlossenen Fahradabstellanlagen (Bauwerk mit Wänden und Dach [siehe Dach üpo]) und Parkmöglichkeiten unterschieden werden. Wenn erkennbar ist, dass es sich bei einer Fahrradabstellanlage um einen fliegenden Bau (ohne dauerhaftes Fundament und als temporäre Installation) handelt, kann dies notiert werden. Es soll die Möglichkeit der Erfassung der Fahrradabstellanlagen nach dem gutachterlichen Erfassungsbogen des ADFC aufgegriffen werden. Weiterhin soll auch die Anfahr- oder Abfahrsituation beschrieben werden, insbesondere dann, wenn der Weg von der Fahrbahn über längere Strecken des Fußwegs geführt wird und ein örtliche Gehweg-Mitbenutzung grundsätzlich als erlaubt angezeigt wird (Absteigenzwang, Zufahrterlaubnis). Hilfreich sind ebenso Angaben zur gemessenen oder geschätzten Entfernung von Fahrradabstellanlagen zum nächstem Hauseingang vor einem Gebäude.

Fahrtrichtung

Für die Knoten, Streckenabschnitte und Parkmöglichkeiten wird, zwecks Orientierung und leichteren Erkennbakeit der Lage, die grober Fahrtrichtung nach der Himmelrichtung mit Nor, Ost, Süd oder West angegeben. Lediglich für Knoten oder Streckenabschnitte, die exakt diagonal verlaufen, können auch mit einer entsprechend detaillierten Angabe der Himmelsrichtung notiert werden.

Beschreibung der Situation

In der Beschreibung der Situation von Knoten, Streckenabschnitten und Parkmöglichkeiten sollen die Aspekte und Regeln für ein gutes Radnetz, beispielsweise nach den sieben Regeln, zu Durchgängigkeit, Breite, Oberfläche, (visuelle) Wahrnehmbarkeit, Direktheit, Sicherheit und Separation aufgegriffen werden.

radKAP am Campus Charlottenburg der TU Berlin

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Hier zeigen wir die Karte der Kreuzungen und Einfahrten mit den zugeteilten Nummern am Campus Charlottenburg der TU Berlin für die Analyse nach radKAP.

Material

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Adresse:

SAI-Lab, c/o TU Berlin
Straße des 17. Juni 135
10623 Berlin
Webseite

Ansprechpartner im SAI-Lab:

Dipl. Geogr. Michael Hüllenkrämer
(0152) 072 90 584
Cranachstr. 7

Webseite

Nachhaltigkeit
Die Aktion, das Projekt oder das Programm ist folgenden Zielen der Nachhaltigkeit zugeordnet: